Die Geschichte des Räuchern

Das Verräuchern von Harzen und Kräutern ist eine sehr uralte Kunst. Ihr Ursprung ist so alt wie die Menschheit und die Nutzung des Feuers.
Geräuchert wurde ebenso seit vielen Jahrtausenden in allen Hochkulturen. 

Seinen Anfang hat das Räuchern vermutlich darin, dass unsere Vorfahren beim Zusammensitzen aromatische Hölzer, Rindenstücke oder Kräuter eher zufällig ins Feuer warfen.
Sie stellten dabei fest, dass die dabei entstehenden Düfte wohltuend waren und unterschiedliche Stimmungen erzeugen konnten.

Nach und nach begannen sie, gezielt Pflanzen nach ihren Düften zu sammeln und zu verräuchern.

Das Wissen um das Räuchern vergrößerte sich und fand weitere Verbreitung durch mündliche Überlieferung.

Räucher-Rituale erlangten zu medizinischen, religiösen, weissagenden und magischen Zwecken grosse Bedeutung

Räuchern diente zur atmosphärischen Reinigung und Desinfektion von Wohnräumen und Häusern.

Seuchen wie die Pest versuchte man durch Räuchern einzudämmen. 

Kostbare Räucherharze wie Weihrauch dienten als Opfergabe an die Götter, wenn man Diese besänftigen oder Bittgebete an sie richten wollte.
Räuchereien dienten zur Parfümierung von Kleidern und Körpern, sollten die körperliche Lust stärken oder anregen.

Räucherzeremonien wurden abgehalten bei Hochzeiten, Taufen, Jahreszeitenwechsel oder zur Begrüßung oder Verabschiedung von Gästen.

Räucherwerk wurde eingesetzt bei Meditationen zur Stärkung der spirituellen Energien.

Heilkundige setzten Räuchereien in der Räucherheilkunde ein, um Körper und Geist zu beeinflussen.

Das Verräuchern von Räucherwerk diente allgemein sakralen, zeremoniellen, heilenden oder ritualen Zwecken und war früher ein fester Bestandteil des Lebens in der menschlichen Gesellschaft.

In Indien, Tibet, China und Japan wird das Räuchern wie schon vor Jahrtausenden noch heute täglich von Millionen von Menschen praktiziert. In Europa ist die Kunst des Räucherns etwas in Vergessenheit geraten, wird jedoch zunehmend beliebter.
Quelle: Räucherwerk-Ratgeber